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Quid pro Quo - Rache ist legitim

Meine Kunden kommen zu mir, weil sie der Meinung sind, dass ihnen ein Unrecht angetan wird oder wurde.
Die meisten befinden sich in einer subjektiv empfundenen «ausweglosen Situation».

Oft höre ich «ich stehe mit dem Rücken zur Wand, ich weiss nicht mehr weiter», wenn dann noch folgt «ich habe Angst, dass…» dann ist Handeln angesagt.
Wer kennt ihn nicht, den fassbinderschen Spruch «Angst essen Seele auf».

In allererster Linie ist mein Bestreben, dass sie wieder ins Lot kommen ihr inneres Gleichgewicht wiederfinden.
Ist diese innere Mitte hergestellt, können wir uns den weiteren, für meine Kunden meist vordergründigen Themen widmen.
Wut, Kämpfen, Rache, Vergeltung, Sieg.
Diese Themen bringen oft ein kräfteraubendes Gedankenkarussell in Gang, ein Perpetuum Mobile.
Auch hier gilt, der stille Brüter zehrt an seinen eigenen Ressourcen.
Damit ist nun Schluss.
Richtig kanalisierte Wut wird in Energie umgewandelt. Energie brauchen sie, um ihren Kampf zu gewinnen.

Und was ist nun mit der Rache?
Für ihre Rachegedanken müssen sie sich nicht schämen, Rache kann durchaus gut tun, sie kann befriedigen.
Und im Frieden liegt die Ruhe.

Rache kann etwas bewirken.
Wenn man aber nur von ihr träumt, kann sie niemals befriedigend sein, sagt der Psychologe Mario Gollwitzer.
„Rache bezieht sich fast immer auf das Gefühl von Ungerechtigkeit“, wer das Gefühl hat, von einer anderen Person unfair behandelt worden zu sein, möchte das rächen.“

Rache ist etwas Funktionales. Sie wird eingesetzt, um in einer bestimmten Beziehung wieder ein Gleichgewicht herzustellen.

Quid pro quo – Rache ist legitim.

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